Norbert regt sich auf vom 3.4.2005

 

über

Es ist vorbei….

…bye, Aufstiegsmond (frei nach Rio Reiser)

Mehr als einen Kurzbericht habt ihr heute nicht zu erwarten. Viel zu berichten gibt es nicht von einem Heimspiel ohne besondere Vorkommnisse und ohne Tore.

Was zu berichten ist? Ein Spiel, welches von zwei Schweizern besucht wurde, wobei ein dritter Schweizer ohne Witz das Spiel in Düsseldorf schwänzen wird um in Hamburg ein Konzert zu besuchen. Das sind ja nun definitiv die falschen Prioritäten.

Das Essen war wie immer zu viel und zu lecker und vor dem Stadion konnte man bei schönem Wetter viele Bekannte begrüssen.

Die Choreo der Passanten fand ich weder vom Spruch noch von der Ausführung wirklich prall. Aber Geschmäcker sind nun mal verschieden und es ist allemal schön, dass zu jedem Heimspiel irgendeine Gruppe irgendwas macht.

Das Spiel plätscherte in der ersten Halbzeit super schlecht und in der zweiten Halbzeit ganz ansehnlich vor sich hin, aber wirklich was zwingendes ergab sich nicht. Teilweise auch durch taktische Fehler schaffte es unsere Truppe in den ersten 50 Minuten überhaupt nicht Druck aufzubauen. Aus meiner Sicht ist es ein Fehler, Arifi als Stürmer aufzustellen, wenn man nur mit zwei Stürmern spielen will. Arifi spielt sehr stark den hängenden Stürmer und wenn man daneben nur einen Stürmer hat, dann wird es im Mittelfeld absolut zu eng und vorne hängt Wojcik vollkommen in der Luft. Aus meiner Sicht wäre in dieser Situation ein 4-3-3 System besser. Da könnte man lieber vorne noch Smith oder Hanke mit reinwerfen und dann Arifi als Mittelfeldspieler aufbieten.

Nach 50 Minuten war dann wirklich 15 Minuten Feuer im Spiel und unsere Mannschaft hatte zwei bis drei gute Chancen, wobei insbesondere Boll bei seinem freistehenden Kopfball mehr hätte erreichen können als nur einen Ball, der Richtung Torhüter geht.

Danach verletzte sich der Torhüter, es gab eine Pause, Boll wurde ausgewechselt und das Spiel war wieder zerbrochen. Boll auszuwechseln war rückblickend ein Fehler, den ich aber dem Trainer nicht wirklich ankreiden kann, denn wenn man ehrlich ist, hätte wohl jeder einen Spieler, welche die gesamte Woche nicht richtig trainiert hat, nach 75 Minuten ausgewechselt.

Tja und wenn man aufsteigen soll, dann fällt der Ball in der turbulenten Schlussminute noch ins Tor, aber das eben nur, wenn man wirklich das Glück gepachtet hat, und das haben wir halt nicht.

Nach dem Spiel begann im Fanladen und auf einem gemütlichen Passantenzusammensein ein fröhliches Frustbesäufnis, welches noch ganz nett war.

Und dann die 2. Mannschaft

Ihr fragt, warum man zu den Amateuren geht? Ihr findet Amateure langweilig? Dann seid ihr gestern entweder zu früh gegangen oder seid überzeugte Katholiken. Denn was gestern sich dort abspielte war mal wieder das Eintrittsgeld wert.

Spiel? Das war durchwachsen und endete 3-1 für unsere Zwote. Aber das ist halt nicht das Erlebnis Amateure. Das Erlebnis Amateure war, dass man ca. 45 Minuten nach Abpfiff mit Smith, Hauke und einem Spieler, den ich namentlich nicht nennen kann *peinlich* in der Kabine sitzt und gemeinsam den Sieg feiert. Dass es keine Berührungsängste gibt, sondern man irgendwann gemeinsam in der Sonne steht und rumalbert.

Das Erlebnis Amateure ist es, dass wir alle uns unseren Gang in die finstersten Gänge der Hölle verdienten, da wir absolute Blasphemie übten. Kostproben gefällig? “Lebt denn der alte Woityla noch?” als Gesang oder Sprüche wie “Das Päpstliche muss ins Eckige” oder “Ist der Papst eigentlich Erster beim Ticker auf mortal.de?” zogen sich über 90 Minuten und das Postmatchbier hin.

Mal ganz ehrlich: 1. Ich bin nicht gerade politisch/geistig ein Freund des Papstes gewesen, aber ich habe seine Art und seine absolute Überzeugung komplett bewundert. Und niemand hat ein solches Ende verdient. Wenn man schon so alt wird, dann sollte man auch schnell und ohne Qualen zu seinem Schöpfer gehen. 2. Wer ist nun makaberer? Wir oder Pro7, die ohne Witz “Stirb Langsam2” ausstrahlten, als der Papst im Sterben lag.

Und zuletzt noch einen herzlichen Glückwunsch

An die doch sehr geliebten Kopfschüssler. Fünf Jahre ist natürlich kein Alter (wir sind immerhin schon beinah 10) und ihr seid hoffentlich auch in fünf Jahren noch da. Anstrengend war es als Hoftechniker (die Fotos hat ja meine Praktikantin :-) erledigt) schon, aber die grosszügige Entlohnung und der damit verbundene Spass war die Strapazen wert. Alles gute für die nächs